Philharmonie Merck

 

(Über 3.Klavierkonzert von Prokofiev)

Amir Tebenikhin agierte entspannt und wie gefedert; sein Klang machte klar, dass Motorik nicht Mechanik, dass rastlose Tastenläufe kein Leerlauf und heftiges Staccato kein Presslufthämmern sind.

Ideal passte sein Spiel zu dem vielschichtigen Ausdruck, den Wolfgang Heinzel dem Werk entlockte. Eine Klangmaskerade, bei der sich Verwandtschaften zur jungen Klassizität eines Ferruccio Busoni auftaten, man sich aber auch fast auf den Broadway und dort dann in George-Gershwin-Nähe versetzt sah


Bernhard Uske Frankfurter Rundschau.15. Januar 2009