Der junge kasachische Pianist Amir Tebenikhin, der seit 2004 bei Karl-Heinz Kämmerling in Hannover ist den technischen Finessen, die Prokofjew (3.Klavierkonzert) hier anhäuft, voll gewachsen. Mit überlegener Ruhe ging er seinen mit rasanten Tonleitern und Sprüngen gespickten Part an, dabei sehr genau auf den Dirigenten und das Orchester achtend. Dass ihm auch feine Nuancen zu Gebot stehen, bewies er bei den Variationen des Mittelsatzes, in den immer wieder lyrische Momente eingeflochten sind. Die Zuhörer im ausverkauften Saal waren hingerissen. Amir Tebenikhin servierte noch zwei virtuose Zugaben: die motorisch dahinratternde Toccata von Prokofjew und das leichtfüßig tänzelnde Scherzo aus Mendelssohns Sommernachtstraum-Musik, fürs Klavier brillant aufbereitet von Sergej Rachmaninow.


Klaus Trapp Echo Online 13.01.2009