Technik und Poesie

 

Unter Berücksichtigung der Vor-runden würdigte die Jury, der neben Präsident Peter Vogel auch die Ukrainerin Jeanne Mikitka und der Franzose Francois Killian angehörten, die Leistungen von Amir Tebenikhin für den ersten, mit 5000 Euro dotierten Platz: An den ersten Abenden hatte der 29-Jährige mit einer Suite von Bach, Beethovens Waldstein-Sonate, der großartigen h-moll-Sonate von Liszt und der sprühenden Toccata von Prokofjew überzeugt und neben technischer Souveränität auch Poesie und Klangfarbensinn bewiesen. Heiter und gelöst bedankte er sich mit einer Zugabe, die Mendelssohns Musik zu Shakespeares „Sommernachtstraum" herauf beschwor.


Katharina von Glasenapp, Schwäbische Zeitung (27.07.2006)