Junger Russe packt das Klavier


Auch das «International Piano Forum» vergibt jetzt eine Auszeichnung. Der erste «Deutsche Pianistenpreis» wurde in der Alten Oper Frankfurt verliehen.

Der mit 20 000 Euro dotierte Preis ging an den russischen Pianisten Amir Tebenikhin, der mit seinen 34 Jahren der Nachwuchsszene schon fast entwachsen ist und seit vielen Jahren einen festen Platz im Konzertleben inne hat. Er zeigte, dass man mit einer soliden und bis auf den letzten Schliff sauber gespielten Haydn-Sonate auch heute noch im Wettstreit alle romantischen Tastenlöwen aus dem Felde schlagen kann. Tebenikhin beherrschte einen 1a-Anschlag und führte Haydns Einfallsreichtum und Musizierkunst in absolut authentischer Weise vor. Weil aber auch in dem jungen Russen Emotionen wohnen, setzte er mit Prokofjews grandioser d-Moll-Toccata noch einen wirkungsvollen Schlusspunkt.


Frankfurter Neue Presse  11. April 2011 Ge